Badezimmerschränke sind nicht mehr im Trend: 4 coole Alternativen, die das Interieur auffrischen

Wenn Kunden einen Designer beauftragen, ein schönes Badezimmer zu gestalten, lautet die erste Frage meist immer gleich: Wo sollen Shampoos, Waschmittel und andere Haushaltschemikalien aufbewahrt werden?

Viele denken dabei sofort an einen klassischen Schrank mit Beinen und Türen. Doch diese Lösung hat Nachteile, die sich nach ein paar Jahren Nutzung bemerkbar machen. Selbst bei sorgfältigen Hausbesitzern beginnt sich die Kante an den Fronten abzulösen, im Inneren entsteht ein muffiger Geruch und in den Fugen sammelt sich Schmutz an.

Designer schlagen vier Alternativen vor, die das Aufbewahrungsproblem lösen und dabei modern aussehen. Alle wurden in Objekten getestet, in denen die Renovierung bereits vor einigen Jahren erfolgte.

Metallkonsole statt Unterschrank

Die Konstruktion aus Edelstahl oder Schwarzmetall mit einer Ablage aus feuchtigkeitsbeständigem MDF oder Glas wird an der Wand befestigt. Das Waschbecken hängt separat, und darunter befindet sich ein offenes Regal für Körbe und Kisten. Die Reinigung unter einem solchen System ist einfach – man kann problemlos mit dem Mopp darüberfahren. Der Nachteil: Man sollte nur schöne Behälter verwenden, da diese sichtbar sind.

Verstecktes System hinter der Wand

Anstatt einen Unterschrank aufzustellen, wird die Wand mit Paneelen verkleidet, wodurch dahinter ein tiefer Hohlraum entsteht. So entsteht eine geräumige Nische, die mit Fronten in Wandfarbe verschlossen wird. Im Inneren befinden sich Ausziehschubladen, Ablagen für Handtücher und Platz für große Reinigungsmittel. Von außen sieht man eine glatte Oberfläche ohne Griffe. Optisch verschwindet das Möbelstück, und es entsteht mehr Stauraum. Wichtig ist, für eine Belüftung im Inneren zu sorgen.

Schwebende Arbeitsplatte

Die Arbeitsplatte aus Kunststein oder feuchtigkeitsbeständigem MDF wird auf schmale Hängeschränke oder eine einzelne, an der Wand befestigte Metallstütze montiert. Unten bleibt ein offener Raum, wodurch der Raum geräumiger wirkt. Eine besonders gelungene Variante für kleine Badezimmer. Wenn man sich für eine Arbeitsplatte aus Stein entscheidet, ist der Preis höher, dafür ist das Material absolut feuchtigkeitsbeständig.

Offene Nischen aus Feinsteinzeug

Für alle, die von Grund auf renovieren und keine Angst vor Herausforderungen haben. In die Wand wird ein Kasten eingebaut, der mit Fliesen oder Feinsteinzeug verkleidet wird, und Glasregale werden an verdeckten Halterungen befestigt. Das Ergebnis ist eine monolithische Konstruktion, die weder Wasser noch heiße Lockenstäbe oder Chemikalien fürchtet. Das sieht edel und stilvoll aus. Nachteil: Die Anordnung der Regalböden muss im Voraus gut durchdacht werden – später lassen sie sich nicht mehr verschieben.

Wichtiger Tipp

Selbst das schönste offene Regal wird im Alltag schnell zu einer Quelle visueller Unruhe. Staub setzt sich auf den Flaschen ab, das Chaos springt ins Auge. Deshalb sollte in jedem Aufbewahrungssystem Platz für geschlossene Schubladen oder Schränke vorgesehen werden – mindestens 30 % des Gesamtvolumens.

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